Zur Geschichte der FBK

Im Herbst 1973 begannen die Vorbereitungen für die Gründung einer Freundschaftsgesellschaft in der BRD und Westberlin.

Die offiziellen Beziehungen zwischen Berlin und Kuba sind alles andere als freundschaftlich. Das ist aus zwei Gründen so: Einerseits gehört das Land aus herrschender Sicht zur sogenannten Dritten Welt. Dadurch ist es bestenfalls als Rohstofflieferant und Freizeitparadies von Interesse. Für ihren erfolgreichen Versuch, aus dieser Rolle auszubrechen und dies auch noch vor der Haustür der Vereinigten Staaten, bekam die Karibikinsel in Form militärischer Intervention, Wirtschaftsblockade und politischer Isolierung die Quittung. Kuba wurde zum Erzfeind der USA – und damit auch der BRD.

Als Ausweg blieb Kuba Anfang der 70er Jahre nur die wirtschaftliche Integration in den realsozialistischen RGW. Gestützt auf günstige Austauschbeziehungen sicherte dies den Handlungsspielraum, um ein vorbildliches soziales System aufzubauen. Mit der Beseitigung der Armut, einer lückenlosen Gesundheitsversorgung und einem breiten Bildungsangebot wurde Kuba zum Vorbild für viele arme Länder.

Zwar wurde Kubas Sicherheit und Entwicklung durch die Unterstützung der Sowjetunion maßgeblich befördert, doch trat die Insel damit in eine neue Abhängigkeit. Nach dem Zusammenbruch des RGW und der Sowjetunion brachen plötzlich 85% der kubanischen Außenmärkte weg und Kuba musste sich nun aus eigener Kraft am Leben halten. Auch in dieser schweren Zeit hielt Kuba an seiner Gesundheits- und Bildungspolitik und anderen Errungenschaften fest.

Die konsequent progressive Politik und die praktische Solidarität mit anderen Ländern und Befreiungsbewegungen brachte Kuba die Sympathien fortschrittlicher Kräfte in aller Welt ein. In den 70er Jahren gründeten sich die europäischen Freundschaftsgesellschaften. Zuerst in den nördlichen Staaten, dann in Mittel- und Südeuropa. Sie treffen sich seitdem alle zwei Jahre zu einer gemeinsamen Konferenz. Im Herbst 1973 begannen auch die Vorbereitungen für die Gründung einer Freundschaftsgesellschaft in der BRD und Westberlin. Da Westberlin jedoch von den sozialistischen Staaten als selbständige politische Einheit behandelt wurde, blieben auf Wunsch der KubanerInnen die WestberlinerInnen unter sich, und es entstanden zwei Freundschaftsgesellschaften. Für die FG Westberlin-Kuba hatte das den Vorteil größerer Basisnähe und geringeren Verwaltungsaufwands.

In den 90er Jahren veränderte sich die Situation in Deutschland und weltweit grundlegend. Die sozialistische Staatengemeinschaft zerbröselte in eine Vielzahl von marktwirtschaftlichen Experimentierfeldern und rivalisierenden Nationalitäten. Die DDR trat der BRD bei. Die Befreiungsbewegungen in Mittelamerika mündeten in Versuche nationaler Kompromisse.

Seit Beginn des 21. Jahrhundert hat sich die Situation in Lateinamerika positiv verändert. Der ehemalige Hinterhof versucht, eigene Wege zu gehen, und die nehmen in vielen Ländern eher eine linke emanzipatorische Richtung.

Die USA indes haben ihre Handelsblockade gegen Kuba verschärft, ist diese kleine Insel doch immer noch ein Dorn im Fleisch der selbsternannten Herren der Welt. Kuba wird weiterhin belagert, seine Bevölkerung soll buchstäblich ausgehungert werden. Die BRD hat aus politischen Gründen sämtliche Entwicklungshilfeprojekte und Programme der DDR mit Kuba ersatzlos gestrichen. Eine von den USA emanzipierte Politik gegenüber Kuba, normale Beziehungen und bilaterale Kontakte auf Augenhöhe finden in Deutschland auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung nicht statt. Die herrschenden Medien dämonisieren Kuba, um die Sympathie, die Kuba immer noch und trotz alledem bei vielen Menschen besitzt, zu zerstören.

Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum 2014

Im Jahre 2014 feierte die Freundschaftsgesellschaft  Berlin-Kuba e.V. ihr 40-jähriges Bestehen und sie wird weitermachen – gegen die Hetz- und Lügenkampagnen, für faire und freundschaftliche Beziehungen mit Kuba. Im November und Dezember 2014 zeigten wir aus Anlass des Jubiläums in der Galerie Olga Benario unsere aktualisierte Jubiläumsausstellung „Cuba no está sola“. Diese können Sie sich hier online anschauen (zum Anschauen im Vollbildmodus auf das Augensymbol klicken):