Kuba und Entwicklungen in Lateinamerika

Am 11. Juli 2017 laden wir ein zu einem Vortrag mit Diskussion mit Gerhard Mertschenk von der Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft e.V.

In vielen Ländern in Lateinamerika ist derzeit Vieles in Bewegung: ökonomische, soziale, politische und kulturelle Veränderungen sind an der Tagesordnung, es gibt interne Probleme, Einflussnahme von außen (vor allem USA und EU), Putsch- und Umsturzversuche, etc.

Vonseiten der konservativen Kräfte wird alles Mögliche versucht, die progressiven Veränderungen rückgängig zu machen, zu denen es seit dem Amtsantritt von Hugo Chávez 1999 in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern kam. Die sozialen und demokratischen Tendenzen in Lateinamerika sollen gestoppt, die Reformen annulliert werden. Dabei zeigen sich die reaktionären Mächte sehr flexibel, variantenreich und anpassungsfähig, um die angestrebte Rückwärtsentwicklung je nach Land und Situation voranzutreiben. Man frisst Kreide, schickt andere vor, die sich - im treuen Glauben, etwas Gutes zu tun - missbrauchen lassen, ohne es zu merken, oder es bewusst tun, um ihr eigenes Süppchen zu kochen, und Chaos und Eskalation voranzutreiben. Bei dieser Vielfalt des Vorgehens und auch des Verhaltens bei manchen fortschrittlichen Kräften und Bewegungen ist es schwer, eine fundierte und differen¬zierte Übersicht zu behalten und die Geschehnisse historisch angemessen einzuordnen. Eurozentrische Besserwisserei ist unangebracht. Solidarität, Verständnis und gegenseitiges Lernen dagegen gefragt.

Welche Effekte haben diese Entwicklungen auf Kuba und seinen eigenständigen Entwicklungsweg? Was kann dazu getan werden – z.B. von der Solidaritätsbewegung? Was können wir tun?

Anschließend Mojito!

Wann?

Dienstag, 11. Juli 2017
Beginn: 18:00 Uhr

Wo?

Haus der Kulturen Lateinamerikas e.V.
Am Sudhaus 2
12053 Berlin

Wie?

U7 Rathaus Neukölln oder U8 Boddinstraße

Bild: peacenews.org