FBK unterstützt zwei aktuelle Petitionen für Kuba

Wir unterstützen zwei aktuelle Petitionen: für ein Ende der Blockade gegen Kuba und für den Vorschlag, kubanische Ärzt*innen für den Friedensnobelpreis zu nominieren.

Deutschland mit Europa: Für ein Ende der Blockade gegen Kuba

Diese Petition wurde von einer Gruppe Deutscher initiiert, die im Kultur- und Wissenschaftsbereich in Kuba tätig sind. Sie appellieren in ihrer Petition unter anderem an die Bundesregierung, die Entwicklungszusammenarbeit mit Kuba nicht zu streichen und sich, insbesondere während ihrer EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020, aktiv für eine Aufhebung der US-amerikanischen Blockadepolitik einzusetzen.

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Friedensnobelpreis für Ärtz*innen des kubanischen Programms für internationale medizinische Hilfe, die "Brigade Henry Reeve"

Schon 2014 sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, ehemaliger Generalsekretär der Verienten Nationen, über die kubanischen Ärzt*innen: "Sie sind immer die Ersten, die ankommen, und die Letzten, die abziehen - und bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen."

In seinem Nominierungsbrief erwähnt Professor Kirk die Gründung des Programms bereits im Jahr 1960 anlässlich eines Erdbebens in Chile und die Hilfsmaßnahmen gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika im vergangenen Jahr. Dazu nennt er acht Begründungen, die das kubanische Programm für einen Nobelpreis würdig erscheinen lassen. So seien allein seit Januar 2015 51.847 Mitglieder des kubanischen Gesundheitspersonals (davon 50 Prozent Ärzte) in 67 Ländern vor allem des Südens im Einsatz. Kirk erwähnt auch die Beiträge Kubas für eine nachhaltige Gesundheitsversorgung in vielen Entwicklungsländern wie zum Beispiel die im Jahr 1999 gegründete Lateinamerikanischen Medizinschule (Escuela Latinoamericana de Medicina, Elam), die bis heute 24.486 Studenten aus 123 Ländern kostenlos zu Ärzten ausgebildet hat. Darüber hinaus sind von Kuba im Ausland mehr als 80.000 Hebammen, 65 sogenannte Gesundheitspromotoren und 3.000 Krankenschwestern ausgebildet worden.

Die bisherige Bilanz des Programms ist äußerst bemerkenswert. Demnach hat das kubanische medizinische Personal im Ausland insgesamt 10,8 Millionen Operationen durchgeführt, 2,3 Millionen Geburten unterstützt, 12,4 Millionen Impfungen durchgeführt und 5,5 Millionen Leben gerettet. Professor Kirk betont weiter, dass Kuba mehr medizinisches Personal in den Ländern des Südens im Einsatz hat als alle G-7-Staaten zusammen.

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